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Vesakh: Buddha hat Geburtstag

Vesakh ist das bedeutendste buddhistische Fest weltweit und erinnert an den Geburtstag, den Tag der Erleuchtung und den Todestag des historischen Buddha Siddhartha Gautama.

In Deutschland wird das Vesakh-Fest traditionell von Buddhisten unterschiedlicher Richtungen gemeinsam vorbereitet und gefeiert. Es ist daher auch eine willkommene Gelegenheit für den Austausch zwischen den verschiedenen westlichen und asiatischen Schulen in Deutschland.



Vesakh 2012: Über 4000 Besucher in Hamburg

Bei dem diesjährigen Vesakh-Fest durften die Hamburger Gäste den Buddhismus wieder in seiner ganzen Vielfalt erleben. Ungefähr 4000 Besucher tummelten sich dazu auf dem großzügig vom Bezirksamt Hamburg-Mitte zur Verfügung gestellten Platz in den großen Wallanlagen bei Planten und Blomen.

Auf einer Fläche von ungefähr 5 Hektar präsentierten sich 18 verschiedene buddhistische Zentren und Gruppen unterschiedlicher Richtungen. Zwischen 11 und 18 Uhr konnte man dort Vorträgen anerkannter buddhistischer Lehrer zuhören, geleitete Meditationen und Achtsamkeitsübungen ausprobieren oder ein Kulturprogramm mit Musik, Tanz und Theaterlesung genießen. Asiatische Gastronomie-Profis sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. An Ständen informierten buddhistische Vereine über ihre Aktivitäten.

Vesakh: Ein besonderer Tag für Buddhisten

Traditionell feiern Buddhisten aus aller Welt am Vollmondtag im Mai oder Anfang Juni gemeinsam Buddhas Geburts- Erleuchtungs- und Todestag. Das es aber im Buddhismus viel mehr um geschickte Mittel geht, die es ermöglichen sollen im Geist dauerhaftes Glück zu erleben, als um irgendwelche althergebrachten Traditionen ferner Länder konnte man auf diesem Fest an jeder Ecke spüren oder wie es der aus England stammende Ngakpa Lama Rig'dzin Dorje (Aro Ga'dzong) bei seinem interessanten Vortrag im großen Vortragszelt ausgedrückt hatte: Der Buddhismus ist jetzt wirklich im Westen angekommen. Womit wohl auch gemeint ist, dass es inzwischen viel mehr von Westlern als von Asiaten geführte Schulen im Westen gibt, die einen modernen mitten in unserer Gesellschaft stehenden Buddhismus lehren. Auch der Ehrengast Dr. Olaf Beuchling von der Akademie der Weltreligionen an der Universität Hamburg hob in seiner Ansprache hervor, das der Buddhismus von der Anhängerzahl her inzwischen die drittgrößte Religion in Hamburg sei.



Ein reichhaltiges Angebot

"Überall freundlich lachende Gesichter und eine entspannte Atmosphäre" hatte einer der von außen kommenden Gäste noch gesagt und eine "richtig gute Stimmung!" Gute Stimmung machte auch die japanische Trommelgruppe Taikoon mit kraftvollen Rhythmen im Amphitheater oder bei dem anschließenden Trommel-Workshop auf dem Rasen. Auch die Samul Nori-Musikgruppe ließ Koreanische Trommelkunst in neuem Stil erklingen. Ohnehin war das Amphitheater während des Kulturprogramms fast immer bis auf den letzten Platz besetzt. Die thailändische Kindertanzgruppe war mit Ihren traditionell anmutenden Kleidern eine Augenweide. Diana Wenck entlockte der Caisa - einem idiophonischen Metallinstrument, welches teilweise für therapeutische Zwecke eingesetzt wird - sanfte, durchdringende Klänge.

Die Nan-Shaolin Chan Meditationsgruppe führte Eindrucksvoll Ihr Kung Fu vor. Eine Lesung der Schauspieler Sabine Hansen, Jürgen Boyens und Frank Wiemer "Buddhist ist wenn man trotzdem lacht" gab erheiternde Einblicke in das Leben eines Buddhisten.



Parallel dazu erzählte Christian Böhner (Buddhistisches Zentrum Hamburg) im großen Zelt wie der "Diamantweg-Buddhismus" seid nunmehr 40 Jahren in den Westen eingezogen ist. Dazu passend der Vortrag "Buddha des Alltags" von Julia Kosinar und Mitzuo Kanemaki (Soka Gakkai International).

Corinne Frottier Sensei von der Zen Sangha GenjoAn Gemeinschaft hielt einen Vortrag über Einheit und Verschiedenheit buddhistischer Traditionen im Westen und gab anschließend eine Einführung in die Zen Meditation. Auch alle anderen Gruppen hielten anschließend an Ihre Vorträge eine Anfänger-Meditationssitzung in dem dafür bereitgestellten Meditationszelt ab, um das mit Worten vorher Erklärte erfahrbar zu machen.

Erfahrung konnte man auch mit beim TsaTsa gießen machen, wo Jung und Alt unter fachkundiger Anleitung Buddha-Gipsstatuen mithilfe von Silikonformen herstellen konnte.

Am Schluss klang der Tag mit einer berührenden Friedenszeremonie der Vietnamesischen Buddhisten der Pagode Bao Quang aus.